Die Wildnis ruft: Wandertipps und mehr für 2016

YosemiteIn diesen Tagen läuft das Trapper-Drama „The Revenant“ in den Kinos und so mancher Natur- und Abenteuerfreund sehnt sich beim Anblick der grandiosen Landschaftsaufnahmen schon selbst nach einer Reise in die Weite der nordamerikanischen Wildnis. Da passt es eigentlich sehr gut, dass der bisher milde Winter mit seinen blühenden Almwiesen und glucksenden Wildbächen mehr zum Wandern als zum Skifahren einlädt. Doch wo liegen die schönsten Wanderreiseziele für 2016? Welche Wanderpfade sind neu? Und mit welchen besonderen Highlights warten die Wanderreviere dieser Welt im neuen Jahr auf?

Jubiläum eines ganz besonderen Services

Wenn am 25. August der National Park Service sein 100-jähriges Jubiläum feiert, dann rücken auch die mehr als 400 Schutzgebiete, die der NPS in den USA verwaltet, in den Fokus der Öffentlichkeit. Namhafte Nationalparks, wie Yellowstone, Yosemite oder Everglades, aber auch nationale Gedenkstätten, wie Mount St. Helens in Washington, White Sands in New Mexico oder Rainbowbridge in Utah, werden durch den NPS schon seit einem Jahrhundert erfolgreich betreut. Während anfangs die Erhaltung naturbelassener Gebiete im Vordergrund der Schutzmaßnahmen stand, kam ab den 1930ern der touristische Gedanke hinzu. In der Folge wurden in zahlreichen Parks Wanderwege und Schutzhütten angelegt, um den Naturraum für den Wandertourismus zu erschließen. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts sollte den Besuchern nicht mehr nur die äußere Schönheit eines Schutzgebietes aufgezeigt werden, sondern auch dessen biologische Besonderheiten. Besucher sollten nun verstehen, warum ein Schutzgebiet auch schützenswert ist. Mit Besucherzentren, geführten Wanderungen und Themenexpeditionen schuf der NPS in den folgenden Jahrzehnten die nötige Infrastruktur, um Touristen, Schulklassen und Gruppen die Besonderheiten der Natur vor Ort aufzuzeigen. Nun darf sich der NPS über sein Hundertjähriges freuen und lädt Naturfreunde aus aller Welt mit Aktionen, Events und Workshops zum Mitfeiern in den US-amerikanischen Naturschutzgebieten ein.

Das steckt mehr als Qualität drin

Ausgezeichnet mit dem Prädikat „Leading Quality Trail – Best of Europe“ der Europäischen Wandervereinigung schafft es der Moselsteig in die Elite der europäischen Wanderpfade. Mehr als 365 Kilometer lang und durch die fruchtbaren Weingärten der Moselschleifen führend, sucht der Moselsteig tatsächlich seinesgleichen auf der Welt. Da überrascht es auch nicht, dass sogar die New York Times auf dieses Kleinod deutscher Wanderpfade aufmerksam geworden ist und den Moselsteig als Must-experience 2016 empfiehlt. Mit Qualität, Vielfalt und Aussichtsreichtum überrascht aber auch die Cieloronda, die Südtiroler Himmelstour. Auf schmalen Bergpfaden gleichsam zwischen Himmel und Erde unterwegs, werden Bergfreunde hier auf insgesamt 16 Kilometern Länge immer wieder von grandiosen Aussichten auf die Sarntaler Alpen und die Südtiroler Dolomiten überrascht.

Geheimtipp für Abenteuerlustige

Dazu brauchen Mutige nicht nur einen Wandertag, sondern gleich ganze 28. Wer diese Zeit mitbringt und zudem nichts gegen Einsamkeit und Wildnis einzuwenden hat, der ist auf dem Fernwanderweg Salzburg-Triest genau richtig. Als Transalp-Gang bietet er auf rund 500 Kilometern einen bunten Strauß an Highlights in insgesamt vier Ländern. Mit Höhenunterschieden von bis zu 1000 Metern und einige Hochgebirgsklettersteigen ist der Transalp Salzburg-Triest jedoch nur etwas für abenteuerlustige Geübte. Im Frühjahr 2016 erscheint im Bergverlag Rother ein Wanderführer des Wanderbuchautors und Wegkonstrukteur Christof Hermann.

Gastautor: Daniela Fehrenbacher