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Urlaub am Neusiedler See

Sommer, Sonne, Kiten und Wandern – Neusiedler See

Wandern und Kiten am Neusiedler See in Österreich / Ungarn

Natur- und Wassersport-Paradies Neusiedler See in Österreich (Bild von Alfred Stier auf Pixabay)

Als einer der letzten Steppenseen Europas präsentiert sich der Neusiedler See in Österreich als Paradies für Wassersportler. Urlauber genießen im Süden Wiens Erholung inmitten einer bemerkenswerten Naturlandschaft beim Wandern und Radwandern. Ein wichtiger Touristenmagnet für Familien ist der Familypark Neusiedlersee, der größte Freizeitpark Österreichs, der jährlich rund 500.000 Gäste anlockt.

Urlaubsaktivitäten im Sommer

Segeln auf dem NeusiedlerseeDas Angebot an Freizeitaktivitäten im Sommer ist am Neusideler See reichhaltig. Schwimmen, Segeln, Windsurfen, Kiten und am SUP-Board paddeln. Am Ufer kann man im Yoga-Kurs meditative Entspannung finden oder beim Crossfit-Training gehörig Kalorien verbrennen. Abwechslung für Freizeit-Biker bietet das 1.000 km lange Radwegenetz mit seinen 15 Erlebnisradwegen quer durch die ganze Region. Wer es gemütlicher mag begibt sich auf eine Kutschenfahrt. Aber auch Golfen, Nordic Walking und endlose Spaziergänge durch die Weingärten bieten aktiven Urlaubern Entspannung.

Radwandern / Radreisen: Radtouren um den Neusiedler See

Rund um den Neusiedler See kannst du Radwandern auf zahlreichen Radtouren. Komoot bietet hier gefahrene und empfohlene Tracks an.

Wassersport-Paradies Neusiedler See: Kitesurfen Windsurfen und Segeln

Kitesurfen, Windsurfen, Stand-Up-Paddling und Segeln auf dem Neusiedler See sind Hauptattraktionen in puncto Wassersport-Aktivitäten. Ihr könnt hier Material leihen und auch an einem Kurs teilnehmen. Zum Beispiel den Segelschein machen.

Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel

Obwohl der südliche Teil des insgesamt 285 Quadratkilometer umfassenden Gewässers auf ungarischem Staatsgebiet liegt, bildet der Neusiedler See den größten See Österreichs. Mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von knapp einem Meter ist er nicht nur bevorzugter Lebensraum für zahlreiche Wasservögel, Amphibien, Reptilien und Fische, sondern auch ein Biotop für Europas Wasserbüffel. Mit ihren geschwungenen Langhörnern grasen sie bedächtig durch das Schilf und tragen mit dazu bei, dass das zweitgrößte zusammenhängende Schilfgebiet Europas nicht verlandet. Eine besondere naturräumliche Erscheinungsform bilden im Neusiedler See die Lacken. Diese von der Würm-Eiszeit geprägten Gewässermulden trocknen im Sommer fast aus und hinterlassen eine feine Salzschicht, in welcher eine facettenreiche Flora und Fauna eine Heimat gefunden hat. Neben Salzpfannen, Schilfdschungeln, Niedermooren und Sumpfgebieten hält der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel aber auch ein 25 Kilometer langes Sandgebiet bereit, das besonders in den heißen Sommermonaten ein wüstenähnliches Klima aufweist. Aufgrund seiner geringen Wassertiefe und auch infolge der strengen Wintertemperaturen von bis zu -20 °C friert der Neusiedler See im Winterhalbjahr auch gerne zu. Dann treffen sich hier Eisläufer und Flaneure, um die glitzernde Eislandschaft zu genießen.

Kultur und Geschichte an den Ufern des Neusiedler Sees

Seebadweg, Storchenweg, Festspielweg, Weinweg und Zigeunerbaronweg, die Namen der Themenwander- und Radwege rund um den See lassen die kulturelle Vielfalt der Region schon erahnen. Seinen Namen erhielt der Neusiedler See durch Siedler aus Süddeutschland, die hier nach den Mongolenkriegen im 13. Jahrhundert neu siedelten und mit viel Geschick die feuchte Sumpflandschaft in fruchtbaren Ackerboden umwandelten. Neben Viehhaltung und Ackerbau bildete auch die Fischerei eine wichtige Einnahmequelle der Neusiedler. Heute präsentiert sich die lediglich rund 7.000 Einwohner umfassende Hauptstadt des Seewinkels von eher beschaulicher Seite und hat sich dennoch als Wein- und Passionsfestspielstadt auch international einen Namen gemacht. Dank der direkten Lage am See befindet sich hier zudem das touristische Zentrum der Region. Am Westufer des Neusiedler Sees erstreckt sich zudem die Gemeinde Rust, die vor allem für ihre Storchenwiese bekannt ist. Hier machen jedes Frühjahr mehrere dutzend Storchenpaare Rast, um ihre Jungen aufzuziehen. Eng mit der Seeregion verbunden ist zudem der Name des Fürstenhauses Esterházy. Das aus Ungarn stammende Adelsgeschlecht zählt heute nicht nur zum europäischen Hochadel, sondern hat seinen Ursprung auch hier im Burgenland. Einst kleinadlige Landbesitzer gelang den Esterházys dank diplomatischen Geschicks, wirtschaftspolitischer Weitsicht und militärischer Stärke in nur wenigen Jahrzehnten der Aufstieg in den Fürstenstand. Allein die Vielzahl an Schlössern und Burgen, die im 17. Jahrhundert rund um den Neusiedler See durch die Esterházys errichtet wurden, ist lang: Vom Stammsitz Schloss Esterházy in Eisenstadt über die wehrhaften Burgen Forchtenstein und Lockenhaus bis hin den imposanten Schlössern Kobersdorf, Lackenbach und Esterháza, die Familie Esterházy prägte auch in Bezug auf ihre Weinbauerfolge und ihr Mäzenatentum die Grenzregion jahrhundertelang. So förderten die Esterházys nicht nur Franz Liszt, den Sohn ihres Gutsverwalters, sondern auch Joseph Haydn und Franz Schubert. Ihren Kompositionen können Besucher zum Beispiel bei den berühmten Passionsfestspielen im Steinbruch von St. Margarethen lauschen.

Gastautor: Daniela Fehrenbacher