Wintercamping mit dem Camper

 

Wintercamping

Wintercamping (Foto-Quelle: Indie Campers)

Indie Campers gibt Tipps, wie Reisende sich und das Wohnmobil am besten auf Wintercamping vorbereiten, welche Länder in Europa sich fürs Wintercamping eigenen, was man dabei beachten sollte und wie man einen geeigneten Campingplatz findet.

Während die einen damit beschäftigt sind, ihr Wohnmobil winterfest zu machen und auf den nächsten Sommer zu warten, geht es für die anderen jetzt erst so richtig los: Wintercamping! Um es beim Campen im Winter warm und gemütlich zu haben, muss einiges bedacht und geplant werden. Mit ein paar einfachen Tipps wird Wintercamping zu einem einzigartigen, intensiven Erlebnis.

Die Vorbereitungen sind anders als im Sommer, aber gerade das macht den Urlaub mit dem Wohnmobil im Winter für viele Camper so erholsam. Statt Alltagsstress spielen nun wieder ganz grundlegende Dinge und praktische Überlegungen, wie sich selbst vor dem Auskühlen und den Camper vor Schnee und gefrorenen Wassertanks zu schützen, wieder eine Rolle. Auf viele Camper wirkt das ungemein entschleunigend.

Auch die Natur kann man beim Wintercamping aus einer anderen Perspektive erleben. Statt grünen Landschaften und Sommerfeeling wartet jetzt die Stille weiter, verschneiter Landschaften und Berge, zugefrorene Seen und mehr. Wintercamping im Wohnmobil ist die ideale Möglichkeit, sich an diese Erfahrung heranzutasten, ohne direkt nur mit Zelt und Schlafsack gewappnet loszuziehen.

Weiterer Pluspunkt beim Wintercamping:

Der Preisvorteil

Es gibt auch ganz praktische Gründe, wieso ein Campingurlaub im Winter vorteilhaft ist: Einen Camper mieten im Winter ist üblicherweise günstiger. Auf einem zweiwöchigen Roadtrip kann das im Vergleich zur Hauptsaison mehrere hundert Euro ausmachen. Praktisch für alle, die aufs Geld achten wollen oder müssen, aber dennoch nicht auf Urlaub mit dem Wohnmobil verzichten wollen. Ähnliches gilt für Campingplätze – sie sind in der Nebensaison auch häufig günstiger. Außerdem sind die meisten Campingplätze im Winter leerer als im Sommer. Das ist perfekt für alle, die Trubel meiden wollen.

Bei der Stellplatzsuche unbedingt beachten: Saisonale Öffnungszeiten

Wer im Winter auf Campingplatz-Suche ist, sollte zuallererst die Verfügbarkeit prüfen. Die meisten Plätze haben inzwischen eine eigene Website, auf der sich alles Wichtige finden lässt. Im Sommer kann man viele Campingplätze einfach spontan ansteuern, im Winter haben jedoch einige saisonal ganz geschlossen, nur für Dauercamper geöffnet oder sind nur mit vorheriger Buchung zugänglich. Um nicht vor verschlossenen Toren zu stehen, sollten daher immer vorher die Öffnungszeiten und Verfügbarkeit geprüft werden.

Das sollten Stellplätze im Winter bieten

Jeder Camper campt anders, auch im Winter. Wer Skifahren oder Snowboarden möchte, für den bietet sich ein Platz in Bergnähe an. Das Panorama schneebedeckter Berge, zum Beispiel im Schwarzwald oder Harz, ist auch unglaublich idyllisch. Wer nicht zu sehr eingeschneit werden möchte, sollte vorher auf Wetterbericht und Höhenmeter der Wunsch-Destinationen achten.

Wasser, Abwasser und Strom am Platz gehören im Winter zum Pflichtprogramm dazu. Glücklicherweise ist das auch auf den meisten Stellplätzen Standard. Ideal sind Campingplätze, die eine Kochmöglichkeit im Gebäude der Verwaltung bieten. Alternativ macht es Sinn, eine Möglichkeit fürs Outdoor-Kochen mitzubringen. Im Camper wird sonst jede Menge Feuchtigkeit produziert, die nicht einfach ausgiebig ausgelüftet werden kann ohne die wertvolle Wärme aus dem Wohnmobil zu vertreiben. Stickige Luft und Kondensation sorgen nicht nur für ein ungemütliches Raumklima, sondern bergen auch Schimmelgefahr.

Der richtige Parkplatz mit dem Camper im Winter

Im Winter sollte besonders darauf geachtet werden, wo der Camper für längere Zeit geparkt wird. Sonst kann es nach einem Spaziergang passieren, dass der Camper eingeschneit in einer Schneewehe oder abgeschieden von der nächsten geräumten Straße vorgefunden wird. Lieber auf festem Untergrund parken und etwas weiter laufen, als bis in den harmlos wirkenden kleinen Waldweg mit Gefälle einzufahren. Einmal festgefahren, hilft nur noch Abschleppen. Wildcamping im verlassenen Hinterland ist vor allem im Winter keine gute Idee.

Ein regelmäßiges Abfegen des Dachs bei Schneefall reduziert die Schneelast und das Auskühlen und hält zudem Lüftungsöffnungen frei. Spätestens vor einer Weiterfahrt müssen Schneemassen und dicke Eisschichten unbedingt vom Dach runter!

Tipps zum Warmhalten des Wohnmobils

Der bequemste Weg, um es im Wohnmobil warm zu haben, ist ein Heizungssystem. Abgesehen davon, dass es gemütlicher ist, sollte das Wohnmobil auch warm oder zumindest über Null Grad gehalten werden, um ein Einfrieren der Wassertanks und -leitungen zu vermeiden. Viele Wohnmobile sind bereits mit Heizungssystemen ausgestattet, damit Reisende es immer warm haben. Bei Indie Campers verfügen die Modelle Atlas und Nomad über eine eingebaute Heizung im Wohnraum. Für andere Modelle kann auf Wunsch ein mobiles Heizgerät dazu gebucht werden, das sich einfach über die Steckdose anschließen lässt.

Ist das Wohnmobil einmal warm, ist es immer leichter, das Fahrzeug warm zu halten, als es neu aufzuheizen. Hier sind einige Tipps zum Warmhalten des Campers.

1. Wärmedämmung

Ein besonders wichtiger Bereich, den man im Blick haben sollte, sind die Fenster. Die Hitze wird schnell durch die Fenster abgegeben. Dämmende Vorhänge sind hilfreich, damit keine Wärme nach draußen gelangt. Die Frontscheiben können mit Isoliermatten abgedeckt werden. Ein Teppich oder eine Decke am Boden hilft gegen kalte Füße.

2. Standort

Ein windgeschützter Standort, zum Beispiel neben einem Gebäude oder zwischen Bäumen, verlangsamt das Auskühlen des Wohnmobils. Außerdem parkt man am besten gegen den Wind, sodass er zunächst das Ende des Fahrzeugs trifft, welches am weitesten vom Schlafplatz entfernt ist.

3. Vorzelt

Auch ein Vorzelt lohnt sich, denn es dient als Kälteschleuse und hält den Camper besser warm. Wer draußen sitzen möchte ist hier gut vor Wind geschützt und es ist gleich einige Grad wärmer als ohne Vorzelt.

4. Wärmflasche, Decken und die richtige Kleidung

Eine Wärmflasche ist eines der besten Reiseaccessoires für einen Campingtrip im Winter. Eine hochwertige Wärmflasche wird die ganze Nacht über warm bleiben und das Bett aufwärmen. Ein Schlafsack, der über verschiedene Isolierungsschichten speziell für den Winter verfügt, eignet sich besonders gut zum Schlafen. Alternativ wärmen auch Federbetten sehr gut. Eine mitgebrachte Heizdecke leistet beim Camping im Winter treue Dienste. Sie macht das Bett kuschelig warm und verbraucht dabei vergleichsweise wenig Strom. Neben wintergerechter Outdoor Kleidung sollten auch fürs Schlafen im Camper wärmere Klamotten wie Thermo Unterwäsche und dicke Socken mitgebracht werden.

Reisedestinationen fürs Winter Caming

Man könnte fürs Campen im Winter natürlich ganz in den Süden Europas fahren und einen – für deutsche Verhältnisse – fast spätsommerlichen Urlaub am Meer genießen. Die Indie Campers Empfehlung bezieht sich mehr auf die Art Urlaub, die man sich unter dem Namen Wintercamping vorstellt. Verschneite Berge und Täler, Glühwein trinken am Lagerfeuer, kurvige Schlittenabfahrten, nach der Sauna in den Schnee springen, aus dem kuscheligen Wohnmobil in Decken eingewickelt dem Schneetreiben draußen zusehen und Lebkuchen naschen. Für diese Art von Wintercamping empfiehlt Indie Campers eine Fahrt nach Österreich, in die Schweiz oder mal im Heimatland zu bleiben, denn auch Deutschland ist im Winter wunderschön.

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz haben die Reiseexperten von Indie Campers im Folgenden ihre drei liebsten Wintercampingplätze zusammengestellt.

Diese sind unter folgendem Link detailliert beschrieben:

https://press-indiecampers.de/wintercamping-mit-dem-camper-im-winter-wonderland

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