Reisetipp Gardasee – Albisano und Torri del Benaco

Blick von Albisano auf den Gardasee

Blick von Albisano auf den Gardasee - (c) Baader, Marina

Albisano ist ein kleiner symphatischer Ort im veronischen Hügelland am Ostufer des Gardasees, der seine Ursprünglichkeit noch bewahren konnte. Vom Vorhof der Kirche San Martino in Albisano hat man einen wunderbaren Blick auf Torri del Benaco und über den Gardasee auf das am Westufer gelegene Maderno. Unweit des Monte Baldo gelegen, kommen hier Mountain-Biker ebenso wie engagierte Wanderer auf ihre Kosten. Für Liebhaber der modernen klassischen Musik veranstaltet das gastfreundliche Albisano jedes Jahr Anfang August ein frei zugängliches Konzert auf dem Vorhof der kleinen Kirche San Martino. Ein Tipp für Kenner der guten, italienischen Küche ist das Ristorante Italy. Geführt wird das Restaurant von Enzo, der früher in München mit seiner Kochkunst die Gäste verwöhnte. Viele sind ihm treu geblieben, so dass bei einem Restaurantbesuch Bayerisch stets an einigen Tischen rundherum zu hören ist.
In Albisano gibt es einige Hotels, wie zum Beispiel das Hotel Panorama. Ein Highlight ist hier die überdachte Terrasse des Restaurants, die beim Dinner mit Panoramablick auf den Gardasee besticht. Wer ein kleines Hotel mit typisch italienischem Flair sucht, ist mit der Albergo Alpino bestens beraten. Schräg gegenüber des Panorama an der Via San Zeno gelegen, verwöhnt die Familie Perotti ihre Besucher mit Gastfreundlichkeit und gepflegter Atmosphäre (Website Albergo Alpino).

Hafen Torri del Benco mit Scaliger-Burg

Hafen Torri del Benco mit Scaliger-Burg - (c) Marina Baader

Neben der Pfarrkirche San Martino, deren Grundstein auf das 13. Jahrhundert zurückgeht, führt ein kleiner Wanderweg abwärts durch Olivenhaine und Wiesenterassen nach Torri del Benaco mit unvergesslichen Panoramablicken auf den Gardasee. Festes Schuhwerk vorausgesetzt erreicht man in einer knappen halben Stunde den kleinen Hafen, in dem noch Fischerboote neben Segelbooten vor Anker liegen. Eiscafes und Trattorias laden hier zum Verweilen ein. Stolz säumen die rausgeputzten venezianischen Paläste den Hafen. Unweit davon befindet sich die Scaligerburg aus dem Jahr 1383 mit ihrer Limonaia (Zitronengewächshäuser). Von der antiken Festung sind drei Türme und ein Teil der Festungsmauer erhalten geblieben – die Maueranlage kann besichtigt werden. Für Kulturinteressierte lohnt sich auf jeden Fall der Besuch des Heimatmuseums in der Scaliger-Burg. Hier können u. a. die Felszeichnungen der Gardasee-Region besichtigt werden, die zum Teil aus prähistorischer Zeit stammen. Aber auch bei einem Streifzug durch die mittelalterlichen Gassen der Altstadt oder dem Besuch der Kirche San Giovanni aus dem 11. Jahrhundert (direkt am Wanderweg nach Albisano gelegen) spüren Besucher den Charme vergangener Zeiten.