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Genua – Reisetipps und Reisehinweise

Genua oder die Region Ligurien kennen keinen Winter, wie wir ihn uns vorstellen. Auch wenn Winter ist, scheint die Sonne dennoch unverdrossen und vielerorts blühen die Kamelien in weiß, rosa, rot und natürlich die knallgelben, zartblütigen Mimosen. Dank der Olivenhaine, der Magnolien, dank der großblättrigen Bananenstauden und Palmen grünt es auch im Winter. Es gibt wunderbar milde Winter und sonnige, nicht allzu heiße Sommer. Am schönsten, auch optisch, ist es hier sicherlich im späten Frühjahr, ab Mitte April. Ende August kann es mit Temperaturen um die 22°C noch sehr angenehm sein. In den Wintermonaten sinken die Temperaturen dank der schroffen Felsen, die die kalten Nord- und Nordwestwinde abhalten, kaum unter 10°C. Hinzu kommt, dass der Winter hier sehr niederschlagsarm ist. Der meiste Regen – Schnee fällt fast nie – gibt es im Oktober und November. Dann können allerdings Sturzbäche und eine unzureichende Kanalisation zu schlimmen Überschwemmungen führen, wie es in den Neunzigerjahren öfters vorgekommen ist. Im März beginnt die lange Saison, doch dank des begnadeten Klimas ist Genua zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Frieren wird man in dieser Stadt wohl nur selten. Genua ist im Verlauf der Jahre immer schöner geworden. Wer hier sich auf eine Entdeckungstour begibt, wird eine Altstadt voller Leben, Kramläden und Straßenmärkte, ein Zentrum mit prachtvollen Palazzi und interessanten Museen finden, seien es kostbare Gemälde oder auch nur ein bewegendes Aquarium.

Wie in jeder anderen italienischen Stadt, finden auch in Genua an den bekannten Feiertagen wie Ostern oder auch zu Fronleichnam eine Reihe von Umzügen und Prozessionen statt. Daneben gibt es natürlich noch viele weitere Feste und Veranstaltungen. Ein kultureller Höhepunkt in Genua im ligurischen Sommer ist von Ende Juni bis Ende Juli das Festival Internazionale del Balletto. Eine weitere beachtenswerte Veranstaltung ist der Nautic-Salon Mitte Oktober. Dabei handelt es sich um die größte Bootsschau im Mittelmeerraum.

Genua – Reisehinweise
Von Doris Müller

Wer mit dem Auto von Süddeutschland aus nach Genua anreist, wird dies sicherlich über die mautpflichtige Brennerautobahn durch Österreich, dann weiter über Bozen, Verona, Brescia und Cremona tun. Für die Anreise aus Nord-, West- und Südwestdeutschland an die Riviera eignet sich vor allem die Strecke über die Schweiz (Basel bzw. Zürich) durch den St. Gotthard Tunnel und weiter über Como und Mailand nach Genua (durchgehend Autobahn). Außerdem gibt es noch die Möglichkeiten über die zahlreichen Alpenpässe, die im Winter jedoch gesperrt sind, meistens von Oktober bis Mai. Wer mit der Bahn reisen will, hat dazu von allen größeren Städten die Möglichkeit über Österreich oder die Schweiz nach Mailand und weiter bis nach Genua. Von Genua aus verkehren darüber hinaus Züge in westlicher und östlicher Richtung entlang der ligurischen Küste. Somit ist die Bahn das ideale und preiswerte Fortbewegungsmittel im Küstenbereich der Riviera. Die Züge zwischen Ventimiglia und Genua sowie zwischen Genua und La Spezia fahren ungefähr im Stundentakt. Man sollte nicht vergessen, die Fahrkarte vor Fahrtantritt an den gelben Automaten auf dem Bahnhof zu entwerten, ansonsten könnte es teuer werden.
Genuas Flughafen Cristoforo Colombo wird von Fluggesellschaften aller größeren Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeflogen, jedoch mit Zwischenstopp in Mailand.
Wer sich einen Mietwagen nehmen will, kann dies gleich am Flughafen tun. Die großen Autovermietungen wie Avis oder Hertz haben auch Niederlassungen in der Innenstadt. Oftmals ist es günstiger eine Buchung vor der Reise übers Reisebüro vorzunehmen. Es empfiehlt sich auch, nach besonderen Ferientarifen zu fragen.
Wollen Sie ein Taxi nehmen, dann fragen Sie bitte vor Beginn der Fahrt nach dem ungefähren Fahrpreis und achten Sie darauf, dass der Fahrer das Taxameter einschaltet.

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