Radreisen liegen im Trend: Wenn der Weg zum Ziel wird

Radwandern - mit dem Bike durchs Land, © Alina Isakovich - Fotolia.com

Radwandern – mit dem Bike durchs Land, © Alina Isakovich – Fotolia.com

Im Alltag gewinnen sie immer mehr an Bedeutung: Fahrräder. Da werden in deutschen Großstädten Fahrradwege zu Fahrradstraßen und Radtrassen zu Zweiradautobahnen ausgebaut. Doch nicht nur Pendler setzen auf die umweltfreundlichen Drahtesel, sondern auch immer mehr Urlauber verbringen die schönsten Tage im Jahr bewusst mit Radeln. Allein im Jahr 2016 kletterten die Zuwachsraten in diesem Tourismussektor mit 16 % in den zweistelligen Bereich. Das ist immerhin ein Plus von 5,2 Millionen Reisenden. Grund genug, das Angebot an Radreisen auszuweiten. Doch welche Radreiseziele liegen 2017 im Trend? Und was müssen Radurlauber berücksichtigen? Organisierte Radreise oder doch lieber individuell unterwegs?

Die Vorteile von organisierten Radreisen liegen auf der Hand: Ein Guide übernimmt die Leitung, das Gepäck wird jeweils vorausgeschickt, die Route ist schon ausgearbeitet, ein Rahmenprogramm bietet genug Abwechslung zwischendurch und die Unterkünfte sind schon im Voraus gebucht. Dennoch: die meisten Radreisenden wollen lieber individuell unterwegs sein, dabei aber auch den Komfort einer organisierten Radreise nicht missen. Daher liegt eine Mischung aus organisierter und individueller Radreise 2017 stark im Trend: der Radurlauber bucht eine Radreise mit Unterkünften, Gepäcktransport und Toureninformationen, ist dabei jedoch in seiner Zeiteinteilung völlig frei.

Sterntour oder Etappenreise?

Bei einer Sterntour werden Radausfahrten von einem festen Punkt aus veranstaltet. Das hat die Vorteile, dass die Unterkunft fix ist, das Gepäck nicht transportiert werden muss und dabei auch besser auf die Bedürfnisse von Kindern und Senioren eingegangen werden kann. Damit eine Sterntour aber auch genug Abwechslung bietet, muss eine Region gewählt werden, die über eine Vielzahl an abwechslungsreichen Radtouren verfügt. Als Klassiker gelten hier die Dreiländerregion am Bodensee, das grenzüberschreitende Gebiet von Eifel und Venn sowie die Masuren in Polen. Aber auch Mallorca ist ein beliebtes Radreiseziel für Sterntouren. Trotz den Vorteilen der Sterntour bleibt die Etappenreise vorn:  Ob als Radwanderung oder als Radtrekking-Urlaub, vor allem jene Radwege, die stets am Wasser entlang führen, sind hier stark nachgefragt.

Flusswandern: Radwandern entlang des Stroms

Das Flusswandern ist für die Mehrheit der Radreisenden immer noch die schönste Art des Radurlaubs. Dabei liegen die deutschen Ströme Donau, Mosel, Rhein, Elbe und Weser zwar weit vorn, doch auch das europäische Ausland wird in dieser Hinsicht zunehmend interessanter. Als Tipp für 2017 gelten zum Beispiel der Etsch-Radweg von Reschen über Meran bis nach Bozen und durchs malerische Südtirol oder auch das Radeln entlang der Loire-Schlösser. Beste Infrastruktur und einen Hauch von Abenteuer versprüht hingegen der erst jüngst als Qualitätsroute ausgezeichnete Drau-Radweg von Osttirol über Kärnten bis nach Slowenien: die abwechslungsreiche Streckenführung, unterschiedliche Beläge sowie Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten mit speziellen Angeboten für Radreisende machen den Drau-Radweg 2017 zum Top-Favoriten von Radurlaubern.

Mit E-Bike on Tour

Viele Radurlauber nutzen die Radreise auch, um einmal ein E-Bike auszuprobieren. Als Miet-Bike bietet das Pedelec nicht nur enormen Komfort, sondern auch ein ganz neues Fahrerlebnis: die Zeit von Atemnot, Muskelkater und Bergaufschieben ist mit einem Pedelec garantiert vorbei. Viele Veranstalter haben sich daher auch auf E-Bike-Reisen spezialisiert und bieten neben einer guten Auswahl an hochwertigen Miet-Touren-E-Bikes auch den Voraustransport der Ladestation an. Bei Gruppenreisen wird inzwischen zudem viel Wert darauf gelegt, dass entweder alle Teilnehmer mit dem E-Bike oder mit einem herkömmlichen Fahrrad fahren.


Gastautor: Daniela Fehrenbacher

Veröffentlicht in Radreisen